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Einwohnerzahl: Heute leben auf den Kanarischen Inseln etwa 1,6 Mio. Menschen, 770.000 davon auf Teneriffa.
Politische Struktur: In Spanien haben die einzelnen Regionen ihre autonome Regierungen. Ähnlich den Bundesländern in Deutschland wurden hier weitgehend autonome Regierungsapparate gebildet, die letztlich der zentralen Regierung in Madrid unterstehen.
Wirtschaft: Nach der Eroberung der Inseln wurden im 16. Jahrhundert zunächst Zucker und dann Wein angebaut. Da die europäischen Märkte jedoch recht bald mit Zucker förmlich überschwemmt waren, verlor er recht schnell an Bedeutung. Der Kanarische Malvasiawein jedoch war 300 Jahre lang Haupterzeugnis der hiesigen Wirtschaft. In Europa war er sehr begehrt und er wurde sogar bis an den Hof des russischen Zaren geliefert. Nicht zuletzt des Weines wegen waren die Kanarischen Inseln regelmäßig Eroberungsversuchen anderer Staaten und zahlreichen Angriffen vor allem englischer Piraten ausgesetzt Zu Beginn des 15. Jahrhunderts wurde die Banane auf den Kanarischen Inseln eingeführt. Wirtschaftliche Bedeutung erlangte sie jedoch erst wesentlich später. Haupterzeugnisse der Kanarischen Landwirtschaft sind heute außer der Banane, die Tomate, Kartoffel- und auch Schnittblumen (Rosen, Nelken, Strelizien und Gladiolen), die auf die europäischen Markte exportiert werden. Ein weiterer wichtiger Erwerbszweig der Inseln ist die Fischerei. Ganz Ortschaften leben praktisch ausschließlich davon.
Folklore: Die Kanarische Folklore hat nichts mit dem aufreizenden Flamenco Andalusiens gemein; vielmehr sind es eher bäuerlich anmutende Tänze, die jedoch sehr viel Liebreiz in sich tragen.
Klima: Wenn man sich an der mittleren Jahrestemperatur von 23,5 Grad orientiert, dann scheint der kräftige Spruch vom ewigen Frühling statistisch untermauert zu sein. Nun bezieht sich diese Statistik aber auf die gesamte Insel Teneriffa, mit Ausnahme der Höhenlagen, in denen fast alpine Wetterbedingungen herrschen können. Tatsächlich ist es so: Würde man für den Norden Teneriffas das jährliche Temperaturmittel gesondert errechnen, käme man zu einem erheblich frischerem Ergebnis. Im Südteil der Insel ist es im Jahresschnitt wegen der zahlreichen Sonnentage um einiges wärmer als im Norden. Die Trauminsel Teneriffa im Atlantik wird von denen, die sie kennen zurecht als Minikontinent bezeichnet. Von Ost nach West, von Nord nach Süd finden sich hier unterschiedliche Klima- und Landschaftszonen, die immer wieder durch ihre Kontraste verblüffen. Wo kann man schon auf der Welt morgens einen Ausflug in verschneite Berge unternehmen und sich nachmittags am Strand in der Sonne aalen? Teneriffa macht's möglich, zumindest im Winter. Schuld ist der Pico del Teide, mit 3715 m de höchste Berg von Spanien, der im Winter strahlend weiß verschneit gegen den prächtig blauen Himmel kontrastiert. Der Süden: Wer in den Süden fährt oder eines der dort gelegenen Urlaubsgebiete bucht, findet hier eine völlig andere Landschaft vor: wüstenähnlich sieht der Süden aus - kaum zu glauben, wenn man aus der üppigen Vegetation des Nordens kommt. Hier steht der Urlaub unter einem einzigen Motto: Sonne, Sonne und nochmals Sonne. Den Anfang macht hier - von Santa Cruz aus gesehen - die Costa del Silencio. Die Windsurfer zieht es jedoch mehr nach EL MEDANO, ein ehemaliger Fischerort, der wegen seines Traumstrandes und der günstigen Windverhältnisse auch ”Surfcity” genannt wird. Los Cristianos, gleichfalls ein früherer Fischerort, ist inzwischen zu einem der beiden größten Urlaubszentren des Südens geworden. Hier ist richtig was los, sowohl tagsüber am Strand, als auch in der Nacht in den vielen Restaurants, Discos, Pups und Pinten. Gleich daneben ist Playa de las Americas, ein Ort der übrigens künstlich geschaffen wurde. Beide Orte sind von Kopf bis Fuß auf Urlaub eingestellt. Strände: Vorweg sei gesagt, wenn die Strände im Inselsüden schon mit Vorsicht zu genießen sind, insbesondere in den Wintermonaten, wo der Atlantik einen sehr wuchtigen, hohen Wellengang und stärkere Strömungen als im Sommer hat, ist im Winter das Baden an den Nordstränden fast unmöglich. Im Sommer jedoch bieten sich schöne Bademöglichkeiten, doch auch dann ist Vorsicht geboten. Teide und Cañadas: Zur Pflichtkür gehört in jedem Fall der Besuch des Teide, des höchsten Bergs Spaniens und des gleichnamigen Nationalparks. Der Teide selbst erhebt sich aus einem riesigen Krater, den Cañadas ( 14 km Durchmesser, ca. 40 km Umfang), den zu durchfahren ein grandioses Erlebnis ist.
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